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Verfluchter Alkohol - Inspiration vs. Delirium

Verflucht, Ronja von Rönne hatte Recht. Saufen und Schreiben das verträgt sich einfach nicht. Es ist wie ein Duell, entweder siegt das Eine oder das Andere. Einen Tod muss man sterben und es kann nur Einen geben. Was war ich motiviert als ich gestern von ihrer Buchlesung kam, das frisch signierte Buch aufgeschlagen, mich auf dem schäbigen Sitz der Straßenbahn fläzend durch ihre Kurztexte scannte. Ihre witzigen, pointierten Texte lösten in mir den Reflex "das kannst Du auch" aus. Nein kannst Du nicht, Alex. Zu Hause die letzten Limetten geachtelt und gestampft, Rohrzucker dazu, das Glas mit Crushed-Ice aufgefüllt. Alles für einen ordentlichen Caipirinha. Viel zu viel Cachaca draufgegossen, freihändig was sonst, Rezepte sind Anhaltspunkte und nur Warmduscher halten sich sklavisch daran fest. Ab aufs Sofa, erst mal Pause. Schlurf, halbes Glas schon weg. Kurz mal abschalten. Die Gedanken rasen. Ein Haufen Ideen. Ich kann alles. Ich bin der König der Welt. Gott, Titanic, bist Du 90er Alex. Der Alkohol wirkt. Das unsinkbare Schiff gerät in Schieflage, Keine Chance mehr. Bähm. Ich bin dann mal weg.

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